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Feinstaub alleine ist daher keine ausreichende, relevante Begründung für radikale Zielvorga-

ben, da aufgrund der natürlichen Flottenerneuerung die Emissionen immer geringer werden

und sich die Feinstaubwerte in den letzten Jahren massiv verbessert haben und sich den

Prognosen zu Folge weiter verbessern werden:

Abbildung 1: Entwicklung der Feinstaubemissionen bis 2025

Quelle: Verkehrsprognose 2025+

Neben den Umweltaspekten spielen aber sehr wohl Mobilitätsengpässe, die mitunter durch

den MIV bedingt sind, eine wichtige Rolle bei der Definition der Ziele sowie der Wahl der

Maßnahmen. Die WKO Steiermark bekennt sich daher zwar zu den Stoßrichtungen der Ziel-

vorgaben (insbesondere weil früher oder später auch die Mobilitätsqualität durch den MIV

doch etwas eingeschränkt sein wird), erachtet diese aber vor dem Hintergrund der aktuellen

Mobilitätserhebung, welche die Präferenzen der Verkehrsmittelwahl der Bevölkerung wider-

spiegelt, als viel zu hoch gesteckt, weshalb zumindest der Zeitraum für die Zielerreichung,

oder die Zielvorgabe selbst, adaptiert werden muss.

Die Stadtpolitik und die Bevölkerung benötigen offenbar mehr Zeit für diese Anpassungspro-

zesse als bisher erwartet wurde, wie die Mobilitätserhebung aus dem Jahr 2013 zeigt. Kurzum,

die in unten stehender Tabelle (rechte Spalte) ersichtlichen Zielvorgaben der Grazer Stadtpo-

litik sind schlichtweg unrealistisch und müssen adaptiert werden.

Tabelle 1: Wegeanteile nach Transportmittelwahl in %

2008

2013 Zielwerte 2021 (?)

MIV

45,2

46,8

37

ÖV

19,9

19,8

24

Fahrrad

16,1

14,5

20

zu Fuß

18,8

18,9

19

Summe

100,0

100,0

100,0

Quelle: Mobilitätserhebung Graz 2013

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