Table of Contents Table of Contents
Previous Page  3 / 18 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 3 / 18 Next Page
Page Background

1. Politische Konzepte, Strategien und Zielwerte

Neben dem regionalen Verkehrskonzept G, GU existiert die Mobilitätsstrategie Graz, die sich

aus der verkehrspolitischen Leitlinie 2020 und dem Grazer Mobilitätskonzept 2020 zusammen-

setzt:

„Die übergeordneten Ziele leiten sich aus der

Verkehrspolitische Leitlinien 2020

ab, in denen

für den Verkehr der Grazer Wohnbevölkerung

zur Einhaltung der Umweltstandards

(Lärm und

Luftschadstoffe) bis zum Jahr 2021

entsprechend dem Ziel des Regionalen Verkehrskonzeptes

Graz - Graz Umgebung

eine Verschiebung des Verhältnisses zwischen motorisiertem Individu-

alverkehr (MIV) und Umweltverbund von 45:55 (2008) auf 37:63 angestrebt wird. Ziel ist dabei

nicht die Einschränkung der Mobilität der Grazerinnen und Grazer, sondern eine Verschiebung

der Anteile des Kfz-Verkehrs hin zum Öffentlichen Verkehr (ÖV), Rad- und Fußgängerverkehr.“

(Mobilitätsstrategie der Stadt Graz)

Zudem gibt es das Luftreinhalteprogramm des Landes, das im Bereich Verkehr diverse Maß-

nahmen empfiehlt. Die Entwicklung der Feinstaubsituation im Grazer Zentralraum hat sich aus

Sicht der Wirtschaft sehr positiv entwickelt. Im Jahr 2014 haben nach Korrektur der provisori-

schen, kontinuierlichen Messergebnisse durch die so genannte Gravimetrie-Methode, die EU-

weit als Referenzmethode gilt,

alle sieben Messstellen in Graz unter 35 Feinstaub-

Überschreitungstage aufgewiesen. Zum Vergleich: Im Jahr 2011 wurden die Grenzwerte noch

an 5 von 7 Messstellen überschritten.

Die konkreten Zielvorgaben bis 2021, deren Basis die ursprüngliche Feinstaubsituation in den

Jahren vor 2012 war, sind unverändert folgende:

-

Reduktion des Anteils des Motorisierten Individualverkehrs (MIV von 46,8% auf 37%)

-

Erhöhung des Anteils des Öffentlichen Verkehrs ( ÖV von 19,8% auf 24%)

-

Erhöhung des Radverkehr-Anteils (14,5% auf 20%)

-

Stabilisierung des FußgängerInnen-Anteils (18,8% auf 19%)

Diese Ziele wurden in der Vergangenheit vor allem dazu festgelegt, um eine verbesserte Luft-

qualität in Graz zu bewirken. In der Zwischenzeit aber, haben sich die Voraussetzungen da-

hingehend geändert, dass sich die Feinstaubsituation massiv verbessert hat. Trotz der kontinu-

ierlichen Verbesserung der Luftgüte fiel die Veränderung des Modal-Splits der Verkehrswege

in Graz aber nicht zu Gunsten des so genannten Umweltverbundes (ÖV, Rad- und Fußver-

kehr) aus, auch deshalb weil die natürliche Flottenerneuerung Ihren Beitrag zur positiven Ent-

wicklung der Feinstaubwerte leistet:

2