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INSTITUT FÜR WIRTSCHAFTS- UND STANDORTENTWICKLUNG

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pieren spielten passivseitig vor allem Bankemissionen und Privatisierungen (vgl. Ak-

tivitäten der ÖIAG

1

) eine wichtige Rolle. Vor der Wirtschaftskrise im Jahr 2008 er-

zielte die Internationalisierungsquote – Auslandsvermögen bzw. Auslandsverpflich-

tungen in Prozent des BIP – mit dem 2,7- bzw. 2,8-fachen Wert des BIP ihren bis

dato unerreichten Höchststand. Zuletzt beliefen sich die grenzüberschreitenden

Vermögensbestände auf ein Volumen des 2,3-fachen Wert des BIP (vgl. Tabelle 1),

was die enorme Zunahme der kapitalseitigen internationalen Vernetzung seit dem

EU-Beitritt eindrucksvoll untermauert (Andreasch 2018, S. 75).

Tabelle 1: Internationale Vermögensposition, Aktiva und Passive in Prozent des BIP

Jahr

BIP nominell

in Mrd. €

Aktiva

in Mrd. €

Passiva

in Mrd. €

Aktiva in %

des BIP

Passiv in %

des BIP

1995

176,6

124,9

151,0

71 %

86 %

2008

293,8

783,8

813,2

267 %

277 %

2017

369,7

851,9

832,0

230 %

225 %

Quelle: Österreichische Nationalbank

2

; Statistik Austria; IWS-Berechnung.

Die EU-Förderpolitik für Regionen, Klein- und Mittelunternehmen (KMU) sowie For-

schung und Entwicklung (F&E) kann ebenso als positiver Aspekt des EU-Beitritts

gesehen werden. So hat Österreich beispielsweise vom aktuell laufenden Förder-

programm „Horizon 2020“ wie folgt profitiert: Österreichische Hochschulen, Unter-

nehmen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen konnten bisher insgesamt

925 Mio. € lukrieren. 321,2 Mio. € – also mehr als ein Drittel – entfallen davon auf

heimische Unternehmen, die sich bislang an 872 EU-geförderten Projekten beteiligt

haben (WKÖ 2018).

Auch die agrar- und regionalpolitischen Förderinstrumente (ELER, EFRE etc.) der EU

werden in Österreich gut angenommen.

1

Österreichische Industrieholding Aktiengesellschaft

2

In weiterer Folge mit OeNB abgekürzt.

EU-Förderpolitik als

Wachstumstreiber

und Innovationsbe-

schleuniger