Table of Contents Table of Contents
Previous Page  4 / 32 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 4 / 32 Next Page
Page Background

INSTITUT FÜR WIRTSCHAFTS- UND STANDORTENTWICKLUNG

2

1

EINLEITUNG

„So, wie die Fähigkeit zum Tauschen Anlass zur Arbeitsteilung ist, so muss

das Ausmaß dieser Fähigkeit und damit die Marktgröße den Umfang der

Arbeitsteilung begrenzen.“ (Adam Smith, 1776)

Dieses Eingangszitat, das vor mehr als zweihundert Jahren getätigt wurde, kann

auch heute noch stellvertretend für die Existenz der Europäischen Union aus wirt-

schaftlicher Sicht herangezogen werden. Für Adam Smith war die zunehmende Spe-

zialisierung bzw. Arbeitsteilung das Kernstück des Wohlstands der Nationen. Ge-

rade ein industriell-gewerblich geprägter Standort wie die Steiermark braucht einen

„großen Markt“, um die qualitativ hochwertigen Waren und Dienstleistungen ent-

sprechend absetzen zu können. Allein von diesem Aspekt ausgehend hat die Stei-

ermark und letztlich auch Gesamtösterreich, allen Unkenrufen zum Trotz, vom EU-

Beitritt profitiert und das auf mehreren Ebenen. Die Ratspräsidentschaft Österreichs

bietet einen guten Grund, sich dem Thema aus einer fast 25-jährigen Historie heraus

– auf Basis sowohl einer volkswirtschaftlichen Analyse als auch einer empirischen

Untersuchung in Form einer Unternehmensbefragung – anzunähern.

Kapitel zwei der vorliegenden Analyse widmet sich dabei den grundlegenden Aspek-

ten der europäischen Integration und des EU-Beitritts aus ökonomischer Sicht.

Wichtige ökonomische Kennzahlen und Indikatoren sowie eine kurze Zusammen-

fassung der wichtigsten Ergebnisse führender Studien, die sich mit den wirtschaft-

lichen Folgen des EU-Beitritts Österreichs und der Erweiterung der EU in den vergan-

genen Jahren beschäftigt haben, werden präsentiert. In Kapitel drei wird näher auf

die volkswirtschaftlichen Auswirkungen des EU-Beitritts auf den Wirtschaftsstand-

ort Steiermark eingegangen. Die außenwirtschaftlichen Verflechtungen der Steier-

mark seit dem EU-Beitritt Österreichs werden dabei im Detail untersucht. Kapitel vier

beinhaltet ein Stimmungsbild der steirischen Unternehmen zur EU-Mitgliedschaft.

In Kapitel fünf werden abschließend die wesentlichen Ergebnisse zusammenge-

fasst und Resümee gezogen.

Notwendigkeit eines

„großen“ Absatz-

marktes für die

qualitativ hochwerti-

gen Waren und

Dienstleistungen der

Steiermark