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Abgasvorschriften (NOx, CO

2

etc.) bzw. umweltgesetzliche Vorgaben gelten als wesentliche

Treiber der Elektromobilität. Faktum ist, dass in Europa und speziell in Österreich der An-

teil von Dieselmotoren im Vergleich zu USA und Japan sehr hoch ist. Dies ist hinsichtlich

des Schadstoffausstoßes von Nachteil — hingegen aufgrund des höheren Wirkungsgrades

und des damit einhergehenden niedrigeren Verbrauchs (CO

2

-Ausstoß) von Selbstzündermo-

toren, der ja ebenfalls stark im Fokus von Politik und Medien steht, wiederum ein klarer

Vorteil. In Bezug auf den CO

2

–Ausstoß gelten Dieselmotoren also als sauberer als Benziner.

Ab dem Jahr 2020 sollte der CO

2

-Ausstoß von PKWs 95 g/km nicht übersteigen. Adaptierte

Testverfahren

10

zur Ermittlung der Abgaswerte von PKWs unter realen Fahrbedingungen

werden in Zukunft dazu führen, dass die Grenzwerte viele Automobilproduzenten vor neue

Herausforderungen stellen werden.

11

Die europäische Kommission arbeitet an Vorschriften

zur Begünstigung bzw. an Anreizoptionen für Fahrzeuge mit Abgasemissionen unter 50

g/km (darunter würden bestimmte Plug-In-Hybride, reine Elektroautos sowie Brennstoff-

zellenfahrzeuge, d.h. Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb, fallen). Besondere Bedingungen

könnten für „emissionslose“ Fahrzeuge gelten.

12

Österreichweit sind neben Prämien etwa

Befreiungen von Parkgebühren für E-Autos in Diskussion bzw. bereits umgesetzt.

Obwohl es einige Treiber der Elektromobilität gibt und in der Steiermark bzw. Österreich

die aktuellen Zulassungsstatistiken auf eine deutliche Zunahme des Trends hindeuten,

13

liegt der Anteil an E-Fahrzeugen in der Steiermark derzeit gerade bei etwas mehr als ei-

nem Promille.

14

Auf 3.000 PKW kamen in der Steiermark zuletzt gerade mal zwei Elektro-

autos. Bis 2025 wird ein moderater Anstieg erwartet und ab diesem Jahr, so die Prognose,

soll die Industrieproduktion und das Konsumentenbedürfnis deutlich Richtung E-Fahrzeuge

ausgerichtet sein. Bis 2030 wird erwartet, dass rund ein Drittel aller Fahrzeuge am Ge-

samtbestand und 95% der Neuzulassungen in der Steiermark elektrisch betrieben sind. Eine

genauere Unterscheidung zwischen Hybrid, BEV oder FCEV wird in der E-Mobility Strategie

der Steiermark nicht gemacht (siehe Tabelle 1).

Tabelle 1: E-Fahrzeuge – Prognose für die Steiermark

Indikator

Heute 2020

2030

Anzahl der E-Fahrzeuge

1.109 10.000 225.000

Anteil am Fahrzeugbestand

0,15 % 1,4 %

33 %

Anteil an Neuzulassungen

1,5 %

8 %

95 %

Anteil in der Landesflotte

< 1 %

10 %

80 %

Quelle: Land Steiermark 2016

Vor dem Hintergrund dieser Trends, stellt sich für den Wirtschaftsstandort Europa bzw.

Österreich und Steiermark die Frage, wie sich die Automobilbranche selbst und andere

Wirtschaftsbereiche verändern werden:

10

Vgl

. Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure (WLTP).

11

Vgl. Europäische Strategie für emissionsarme Mobilität.

12

Ibidem, S. 8 Fußnote.

13

Österreich war zuletzt sogar europaweit bei der Zulassung von E-Fahrzeugen in Bezug auf den aktuellen

Fahrzeugbestand führend.

http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/5163725/Oesterreich-ist- Europameister-bei-Neuzulassungen-von-Elektroautos

.

14

Land Steiermark (2016).